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Nebenkostenabrechnung prüfen: eine Checkliste in acht Punkten

Eine Nebenkostenabrechnung erhalten heisst nicht, sie einfach hinnehmen zu müssen. Diese Checkliste hilft Eigentümern, Verwaltungen und Mietern, eine Abrechnung strukturiert zu prüfen.

Notizbuch und Füllfederhalter — eine Abrechnung Punkt für Punkt prüfen
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Eine Nebenkostenabrechnung ist ein Dokument mit Zahlen – und Zahlen lassen sich prüfen. Ob Sie als Eigentümerin die Arbeit Ihrer Verwaltung kontrollieren, als Verwaltung eine Abrechnung vor dem Versand gegenlesen oder als Mieter eine erhaltene Abrechnung nachvollziehen möchten: Diese acht Punkte bringen Struktur in die Prüfung.

1. Stimmt die Abrechnungsperiode?

Die Periode muss klar ausgewiesen sein und lückenlos an die Vorperiode anschliessen. Überlappungen oder Lücken sind ein erstes Warnsignal.

2. Sind alle Kostenarten vertraglich gedeckt?

Gleichen Sie die abgerechneten Positionen mit dem Mietvertrag ab. Eine Position, die im Vertrag nicht als Nebenkosten vereinbart ist, gehört nicht in die Abrechnung.

3. Passt der Verteilschlüssel zur Kostenart?

Heizung nach Verbrauch, Hauswart nach Fläche, Aufzug nach Nutzung: Prüfen Sie, ob jede Position mit einem sachgerechten Schlüssel verteilt wurde – und ob der Schlüssel gegenüber dem Vorjahr konstant ist.

4. Ist der Leerstand korrekt behandelt?

Auf leerstehende Einheiten entfallende Kosten trägt die Eigentümerschaft. Prüfen Sie, ob Leerstände berücksichtigt und nicht auf die übrigen Parteien umgelegt wurden.

5. Sind Betrieb und Werterhalt getrennt?

Reparaturen, Instandstellungen und Rückstellungen gehören nicht in die Nebenkosten. Achten Sie besonders auf gemischte Handwerkerrechnungen, die beides enthalten.

6. Lässt sich jede Position belegen?

Zu jeder grösseren Position sollte ein Beleg existieren. Auffällige Abweichungen gegenüber dem Vorjahr verdienen einen zweiten Blick – nicht weil sie falsch sein müssen, sondern weil sie erklärbar sein sollten. Wie Sie systematisch Einsicht in die Belege verlangen, steht im Beitrag Belegeinsicht richtig nutzen.

7. Stimmen die Akontozahlungen?

Die geleisteten Akontozahlungen müssen mit den tatsächlich bezahlten Beträgen übereinstimmen. Ein häufiger Fehler: Zahlungen werden der falschen Periode zugeordnet.

8. Ist die Abrechnung nachvollziehbar dargestellt?

Eine gute Abrechnung erklärt sich selbst: Gesamtkosten, Verteilschlüssel, Anteil und Akontozahlungen sind auf einen Blick nachvollziehbar. Wenn Sie die Abrechnung nur mit Mühe verstehen, wird die Mieterschaft es auch.

Eine Abrechnung, die diese acht Punkte besteht, führt selten zu Streit. Und wenn eine Rückfrage kommt, ist die Antwort bereits im Dokument enthalten.

Wenn die Prüfung Fragen aufwirft

Nicht jede Auffälligkeit ist ein Fehler – aber jede verdient eine Erklärung. Wenn Sie bei der Prüfung auf Positionen stossen, die sich nicht herleiten lassen, lohnt sich eine unabhängige Zweitmeinung, bevor die Abrechnung versendet oder beanstandet wird.

Diese Checkliste ist Teil des vollständigen Leitfadens zur Nebenkostenabrechnung, der die einzelnen Prüfschritte in den grösseren Zusammenhang stellt.

Gerne prüfe ich Ihre Abrechnung strukturiert und unabhängig. Buchen Sie ein Erstgespräch – oft klärt sich schon im Gespräch, wo genau hinzuschauen ist.